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27. September 2018

Niegl: Schwere Verunreinigung an der Baustelle der Siemensäcker aufgedeckt

SPÖ und Grüne lehnen verantwortlichen Umgang mit kontaminiertem Bauplatz auf den Siemensäckern ab

Auf der Baustelle der „Siemensäcker“ im 21. Wiener Gemeindebezirk, welche durch Steinheilgasse, Heinrich-von-Buol-Gasse und das Siemens-Betriebsgelände eingeschlossen ist, wurden bei Erdaushubarbeiten massive Verunreinigungen zutage gefördert. Dabei handelte es sich um Fässer mit undefiniertem Inhalt, Metallbehälter, Schrott, großflächig dunkel verfärbtes Erdreich, welches mit Öl und Lacken durchsetzt ist, Autowracks, Autoreifen sowie übelriechendes Grundwasser. Bildmaterial von der Baustelle - welches uns vorliegt - beweist auf dramatische Weise die starke Verunreinigung des Untergrundes.

Es besteht der Verdacht, dass sich im Erdreich noch weitere Verunreinigungen oder gar giftige Chemikalien befinden. Dies müsste zur Sicherheit der Anrainer als auch der Arbeiter umgehend überprüft werden. Überdies wurden, gegen die Angaben der Baufirmen, Spundwände eingeschlagen, um den Einbruch von Grundwasser in die Baugrube zu verhindern. Genau diese Maßnahme wurde jedoch von den Anrainern als Befürchtung geäußert, da sich dadurch die bereits angespannte Grundwassersituation in der angrenzenden Siedlung zum Nachteil verändern könnte, berichtet Niegl.

Gemäß dem hydrogeologischen Gutachten, welches durch die Sozialbau-AG in Auftrag gegeben wurde, darf es zu keiner großflächigen Ausspundung kommen und die Einbauten dürfen eine Tiefe von 4 m nicht überschreiten, da sonst die Gefahr einer Aufstauung des Grundwassers besteht. „Dies würde zu Wassereinbrüchen in den Kellern der Häuser der Siedlung in der Steinheilgasse führen“, warnt der Floridsdorfer Gemeinderat und Mitglied im Wohnbausschuss, LAbg. Michael Niegl.

„Dieses Problem wurde auch von einem Sachverständigen in einem Gespräch mit der Wiener Umweltanwältin Fr. Dr. Schnattinger, den Siedlervertretern und mir im Büro der Wiener-Umweltanwaltschaft am 05.03.2018 bestätigt“, berichtet Niegl weiter.

Da sich die Umstände am Baugelände nun derart dramatisch verändert haben, wäre eine neuerliche umwelttechnische Prüfung im Hinblick auf mögliche Kontaminierung durch Giftstoffe sowie eine hydrogeologische Überprüfung im Hinblick auf die veränderte Grundwassersituation das Gebot der Stunde. „Deshalb haben wir Freiheitliche in der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates einen Antrag auf vorübergehenden Baustopp und umwelttechnische Prüfung eingebracht, um die Schwere der Kontaminierung abzuklären und Gefahren von Anrainern sowie Bauarbeitern abzuwenden“, berichtet Niegl. Dieser Antrag wurde sowohl von SPÖ als auch von Grünen (!) abgelehnt.  „Das beweist einmal mehr, welchen Stellenwert in diesen Parteien der Umweltschutz und die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt hat“, so Niegl abschließend. 


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