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06. Mai 2022

Nepp/Schrangl zu Wiener Wohnen: 4-Punkte-Programm inklusive Mietzinsreduktion um ein Drittel

Bermudadreieck aus Sanierungsstau, Korruption und Sozialdemokratie

„Wiener Wohnen als wertvollstes Tafelsilber unserer Stadt ist gefangen in einem Bermudadreieck aus Sanierungsstau, Korruption und Sozialdemokratie“, bekennt sich Wiens FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp zum sozialen Wohnbau im Rahmen einer heutigen Pressekonferenz. Die Teuerungswelle mache rasche Maßnahmen umso dringender.

„Wiener Wohnen muss endlich zu einem effizienten Unternehmen werden. Wenn man den Gemeindebau mit Wohnungsgenossenschaften vergleicht, offenbart sich eine katastrophale Leistungsbilanz“, setzt Nepp nach. „Warum kann Wiener Wohnen nicht, was Wohnungsgenossenschaften können?“, fordert Nepp eine Absenkung des Mietzinses im ausfinanzierten Bestand auf genossenschaftliches Niveau. „Das wäre eine Senkung um ca. ein Drittel – und gleichzeitig sind gemeinnützige Bauvereinigungen Sanierungsmeister“, zeigt Nepp Potentiale auf. Der FPÖ-Bautensprecher im Parlament, NAbg. Mag. Philipp Schrangl, verweist auf einen diesbezüglichen freiheitlichen Antrag im Parlament. „Leider mauern die NEOS hier im Sinne der SPÖ – sie stemmen sich gegen Transparenz und die Abarbeitung des 5 Milliarden Euro schweren Sanierungsstaus“, verweist Nepp auf das rosa Stimmverhalten und den Rechnungshofbericht „Wohnbau in Wien“.

„Wir fordern auch auf parlamentarischer Ebene eine Bundesaufsicht über Wiener Wohnen. Idealerweise durch das Wirtschaftsministerium“, benennt Schrangl eine zentrale wohnpolitische Forderung. „Die NEOS haben hier ersten Maßnahmen bereits im Bautenausschuss zugestimmt – während ihrer Koalition mit der SPÖ in Wien. Ich erwarte mir, dass das so bleibt“, setzt Schrangl nach. „Ineffizienz im sozialen Wohnbau können wir uns insbesondere durch die Teuerungskatastrophe schon gar leisten“, besteht Schrangl auf rasche Reformen.

„Wiener Wohnen macht regelmäßig durch Korruptionsskandale auf sich aufmerksam. Wir fordern, dass Wiener Wohnungsgenossenschaften die Verwaltung übernehmen. Wiener Wohnen ist auf die Rolle einer Besitzholding zu reduzieren“, besteht Nepp auf Reformen unter völliger Wahrung des öffentlichen Eigentums und verweist auf die geltende Unschuldsvermutung für alle Genannten und Beteiligten. „Auch in Wien herrscht ein Inseratenunwesen, wie der Rechnungshof belegt. Wir wollen, dass Wiener Wohnen seine Werbeaktivitäten einstellt“, konkretisiert Nepp eine weitere Forderung.

Das Programm der FPÖ für Wiener Wohnen besteht aus folgenden 4 Punkten:

1. Schluss mit Korruption - Wiener Wohnen muss durch das Wirtschaftsministerium beaufsichtigt werden

2. Wiener Wohnen muss reine Besitzholding werden – Verwaltung des Bestandes durch Wiener gemeinnützige Bauvereinigungen

3. Wiener Wohnen darf im ausfinanzierten Bestand nicht länger teurer sein als ausfinanzierte Wohnungsgenossenschaften – Mietsenkung um ein Drittel und gleichzeitige Sanierungsoffensive

4. Streichung der Inseratengelder bei Wiener Wohnen und Verwendung dieser Mittel für Sanierung und Modernisierung. Bei einer Warteliste von zigtausenden Personen muss nichts mehr beworben werden.


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