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14. Jänner 2020

Nepp: Stadtrechnungshof stellt psychiatrischer Versorgung von Kindern und Jugendlichen vernichtendes Zeugnis aus

Viel zu wenige stationäre und ambulante Plätze – FPÖ fordert sofortige Kapazitätsaufstockung

Der aktuelle Bericht des Stadtrechnungshofes stellt dem Wiener Gesundheitssystem unter der Verantwortung von SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bei der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen ein vernichtendes Zeugnis aus. Laut Planzahlen müssten aktuell 113 Behandlungsplätze zur Verfügung stehen, in Wahrheit sind es lediglich 64. Besonders unterversorgt ist der Süden der Stadt, wo erst im Jahr 2030 im Kaiser-Franz-Josef-Spital 40 stationäre Plätze zur Verfügung stehen werden. Auch an der räumlichen Situation wird heftige Kritik geübt. Beispielweise verfügen die Zimmer teilweise über keine Sanitäreinrichtungen und keine altersstufengerechte Ausstattung.

„Es gibt viel zu wenige stationäre und ambulante Plätze, die Kinder und Jugendlichen werden nicht adäquat betreut und untergebracht. Anstatt gute kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen zu schaffen, wurden mögliche passende Objekte wie das Semmelweis Areal oder die Orthopädie in Gersthof verscherbelt. Leidtragende dieser katastrophalen Situation sind die Kinder und Jugendlichen sowie deren Angehörige. Die FPÖ macht seit Jahren auf diese Missstände aufmerksam. Leider blieb die rot-grüne Stadtregierung bisher tatenlos. Dieser Bericht beweist damit einmal mehr das Totalversagen von SPÖ-Hacker im Sozial- und Gesundheitswesen“, kritisiert der geschäftsführende Obmann der Wiener FPÖ, Vizebürgermeister Dominik Nepp.

Nepp fordert die sofortige Aufstockung von ambulanten und stationären Plätzen. Insbesondere müsse auch der Bereich der Prävention umgehend ausgebaut werden, etwa durch Screenings ab dem Kindergartenalter und die flächendeckende Versorgung mit ambulanten psychiatrischen, psychologischen und psychotherapeutischen Plätzen, damit eine schwere psychische Erkrankung vermieden werden kann. „In den vergangenen 20 Jahren wurde es seitens der roten Gesundheitspolitik verabsäumt, psychische Erkrankungen genauso ernst zu nehmen wie physische. Dabei ist es gerade bei Kindern aufgrund ihrer Entwicklungsphasen von besonderer Bedeutung, dass diese schnell in eine Behandlung kommen“, so Nepp.


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