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19. April 2021

Mahdalik: CEU darf UNESCO Welterbe-Bemühungen für das OWS nicht konterkarieren

Packeln hinter dicken Polstertüren muss verhindert werden

Auch wenn anlässlich des gestrigen, erstmals auch in Österreich begangenen „Welterbetages“ die Diskussion um das monströse Heumarkt-Projekt eines steinreichen Immobilienentwicklers mit besten Kontakten zur Wiener SPÖ im Vordergrund stand, darf man darüber hinaus nicht das von massiven Umbauplänen bedrohte Otto-Wagner-Spital am Steinhof vergessen. „Die FPÖ wird bei ihrer Forderung an die Stadt Wien, das Gesamtkunstwerk Otto Wagners samt einzigartiger Parklandschaft als Weltkulturerbe einzureichen, sicher nicht lockerlassen“, kündigt FPÖ-Planungssprecher LAbg. Toni Mahdalik an.

Die CEU (Central European University) eines milliardenschweren Hedgefondsmanagers mit Sitz in New York hat ein US-Architekturbüro mit den Umbauarbeiten für zehn Pavillons im südöstlichen Teil des Areals beauftragt, wobei die Genese dieser Entscheidung wie so fast alles in den vergangenen Jahren im OWS ziemlich undurchsichtig war. Die Jury setzte sich ausschließlich aus Stakeholdern der CEU zusammen, die abgegebenen Entwürfe werden nicht veröffentlicht. „Da hat NEOS-Transparenzstadtrat Wiederkehr wieder einmal auf ganzer Linie versagt“, meint Mahdalik.

Das heißt, die Entscheidung, wer an einem der sensibelsten Orte unserer Stadt massive Eingriffe in die Bausubstanz vornehmen wird, ist ohne Bundesdenkmalamt oder MA-19 (Architektur und Stadtgestaltung) gefallen. „Das ist, gelinde gesagt, skandalös“, meint Mahdalik und kündigt auch gerade deswegen weiter FPÖ-Initiativen für die Erhebung des OWS zum UNESCO-Welterbe in der nächsten Gemeinderatssitzung an. „Der Lemoniberg darf nicht weiter verschandelt werden, die Wohnungen des gemeindeeigenen Wohnbauträgers GESIBA im Ostteil des Areals haben schon genug Schaden angerichtet“, betont Mahdalik abschließend.


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