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24. März 2021

Kowarik: Rechnungshofbericht offenbart Mängel im sozialen Wohnbau

Nach dem FPÖ Prüfersuchen herrscht nun akuter Handlungsbedarf

„Die Stadt Wien stellt sich gerne in bunten Werbeeinschaltungen als die europäische Hauptstadt des sozialen Wohnbaus dar und verweist stolz auf die historischen Leistungen der Zwischenkriegszeit mit den Gemeindebauerrichtungen. Es bestehen nun berechtigte Zweifel, ob die SPÖ-geführte Stadt Wien auch im 21. Jahrhundert ihrem eigenen Anspruch gerecht wird“ bringt der Wohnbausprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Dietbert Kowarik, die Kritik auf den Punkt.

2019 hat der FPÖ Rathausklub den Rechnungshof um Sonderprüfung ausgewählter Aspekte des geförderten und gemeinnützigen Wohnbaus ersucht. Der entsprechende Bericht liegt nunmehr vor und dokumentiert auf 120 Seiten zahlreiche Baustellen und Mängel im sozialen Wohnbau.

„Der Rechnungshof legt ungenügende und veraltete Verordnungsregelungen bei der Wohnbauförderung, Freunderlwirtschaft bei gemeinnützigen Bauvereinigungen und den mehr als verwunderlichen ‚Eiertanz‘ der Wiener Behörde bei ihrer Aufsichtsfunktion von gemeinnützigen Bauvereinigungen eindrücklich dar. Auch die langjährige freiheitliche Kritik hinsichtlich der schleppenden Sanierung der Gemeindebauten wurde im Bericht voll bestätigt“, fasst Kowarik die Erkenntnisse des Rechnungshofes zusammen.

Als besonders dramatisch bezeichnet der Freiheitliche die nachzulesende Kritik im Bericht, dass die von Wiener Wohnen selbst angestrebte Sanierungsrate von jährlich rund 7.300 Mietobjekten lediglich zu 45% (!) umgesetzt wurde.

„Das bedeutet einen Sanierungszyklus von 67 Jahren statt der eigentlich angestrebten 30 Jahre. Jetzt ist es also amtlich, dass die Stadt Wien die Gemeindebauwohnungen stiefmütterlich behandelt und großen Nachholbedarf im Sozialbau hat“, so der freiheitliche Mandatar abschließend.


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