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29. Jänner 2019

Haslinger: Hat Häupl in TV-Interview zu Fragen nach der Bezahlung seines Privat-Chauffeurs gelogen?

Anfrage an Ludwig deckt Skandal um Chauffeur auf Steuerkosten für pensionierten Bürgermeister auf

Am 21.11.2018 war der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr amtierende Bürgermeister Michael Häupl zu Gast in der TV-Sendung „Cafe Puls“. Der Moderator fragte den Pensionisten dabei unter anderem, ob er noch einen Chauffeur habe. Häupl bestätigte, dass er die Dienste eines Chauffeurs beanspruche, verneinte aber, dass die Allgemeinheit die Kosten dafür übernehme und gab an, diesen Fahrer selbst zu bezahlen. Der Wiener FPÖ ist bekannt, dass es sich bei diesem Fahrer um seinen langjährigen Chauffeur (Name bekannt) handelt, der bei der Wiener Feuerwehr seine Planstelle hatte und Häupl bis zu seiner Pensionierung chauffierte. Durch die Antwort Häupls und dem Wissen, dass es sich bei seinem Chauffeur um einen Beamten der MA 68 handelt, haben sich einige Fragen ergeben.

Die Wiener FPÖ hat daher eine schriftliche Anfrage mit mehreren Fragen an Bürgermeister Ludwig gestellt, deren teilweise Beantwortung nun vorliegt. „Ludwig hat die Tatsache, dass Häupl auch in seiner Pension einen Chauffeur auf Steuerkosten in Anspruch nimmt, quasi bestätigt“, so der Sicherheitssprecher der Wiener FPÖ. LAbg. Gerhard Haslinger.

Die FPÖ kritisiert nun, dass Ludwig nicht nur zahlreiche Fragen dieser Anfrage einfach unbeantwortet ließ, sondern zudem der Verdacht im Raum stehe, dass Häupl in dem TV-Interview bewusst gelogen habe, um der Öffentlichkeit die Tatsache zu verschweigen, dass sie weiterhin für die Kosten seines Privatchauffeurs aufkommen muss.

Ludwig beruft sich in seiner Beantwortung überwiegend auf das Attentat, dass auf Häupls Vorgänger Dr. Helmut Zilk verübt wurde und auf den politischen Mord an Stadtrat Heinz Nittel im Jahre 1981, um dann daraus den Schluss zu ziehen, dass demnach auch für den ehemaligen Bürgermeister Michael Häupl eine Gefahrenlage vorherrsche. Wenn dem aber tatsächlich so wäre, stellt sich bloß die Frage, warum sich Häupl von einem unbewaffneten Feuerwehrmann mit angeblicher „Personenschutz-Ausbildung“ beschützen lässt. Zilk wurde bis zu seinem Tod von der Staatspolizei begleitet.

„Wenn sich Altbürgermeister Häupl in der ‚Sichersten Stadt der Welt‘ so fürchtet, warum sagt er dann im Interview nicht klipp und klar: `Ich habe mir in meiner Amtszeit nicht nur Freunde gemacht – Personenschutz habe ich daher nötig´ und steht dazu? Warum sagt er nicht die Wahrheit?“ fragt sich Haslinger.

Aber vielleicht ist die Gefährdung doch nicht so schlimm und Pensionist Häupl, der als Bürgermeister zuletzt 16.620.- Euro im Monat verdient hat, braucht nur sein privates ‚Heurigen-Taxi‘ auf Steuerzahlerkosten. Denn in besagter TV-Sendung berief er sich auf zahlreiche Abendtermine. „Jetzt, als Pensionist, könnte er doch mit seiner geliebten multikulturellen Wiener Bevölkerung auf Tuchfühlung in den Öffis herumfahren und nebenbei gleich das Essverbot überwachen“, so Haslinger.

„Im Sinne der Verkehrssicherheit unterstützen wir grundsätzlich die Idee, dass Michael Häupl nicht selbst am Steuer eines Autos sitzt. Dennoch könnte man sich von jemanden, der eine der höchsten Pensionen des Landes kassiert, erwarten, dass er die Kosten für sein Privat-Taxi selbst berappt. Die Wiener Bevölkerung wird dafür jedenfalls wenig Verständnis aufbringen“, so Haslinger abschließend. 


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